Die Geschichte von Gut Büssen

Von dem alten Kloster der Benediktinerinnen in Dambeck an der Jeetze ist außer der Kirche nichts mehr vorhanden. Das Gotteshaus ist ein schmuckloser Backsteinbau aus der ältesten Zeit des Kirchenbaus.


Das Kostbarste in dieser Kirche ist ein Hochaltar mit zwei Seitenflügeln, die in Holz geschnitzte vergoldete Heiligenfiguren aufweisen. Das Mittelstück zeigt Bilder aus dem Leben der Mutter Maria. Dieses Kunstwerk war ein halbes Jahrhundert lang in einer Berliner Kirche abgestellt, bis es dem früheren Salzwedeler Museumsleiter Neuling gelang, es wieder zurückzuschaffen. Über die Stiftung des Altars gibt eine schwer zu entziffernde Inschrift Auskunft: "Im Jahr 1474 errichtete  Propst. Johannes Verdemann von Soltwedel diese Kirchenzier, indem er hofft, dass sie Christo wohlgefällig sein werde." Es ist dies der kunstsinnige Propst zu St. Marien in Salzwedel und zeitweilig in Diesdorf, der 1474 das Propsteigebäude in Salzwedel aufführen ließ.

Rechts vom Altar befinden sich zwei Schulenburgische Grabdenkmale aus den Jahren 1392 und 1582. Das letztere wurde für den Landeshauptmann Werner v. der Schulenburg, seine Ehefrau, geb. v. Bartensleben, und fünf Kinder errichtet.


Entzelt berichtet, das ein Graf von Dannenberg 1224 das Stift Dambeck gegründet und seine Tochter hineingebracht habe. Der wirtschaftliche Betrieb und die Besitzungen von Dambeck waren ebenso bedeutend wie die der andern altmärkischen Kloster.


Im 15. Jahrhundert hatten die vier Nonnenklöster Arendsee, Dambeck, Diesdorf und Kloster Neuendorf jährlich 82 Fässer Mumme und Einbecksches Bier von Braunschweig abzuholen und an die kurfürstliche Tafel zu Tangermunde zu liefern. Die von der Schulenburgs, von deren Töchtern mehrere den Schleier nahmen, haben dem Kloster große Schenkungen gemacht.

Nach der Reformation zog Kurfürst Joachim II. die Güter des Klosters ein, um an Geld zu kommen.


1540 wurde die Propstei von Dietrich v. der Schulenburg an Dambeck übergeben und 1542 Levin von der Schulenburg für seine Unterstützung gegen die Türken "wie ein Probst in das Stift eingetan" geschenkt.


An dem Zustand des Klosters und der Versorgung der Stiftsdamen änderte sich nichts, als aus dem Kloster ein Stift geworden war, nur das Bekenntnis wurde evangelisch.


Wenn der Kurfürst in der Letzlinger Forst jagte, wurde das sonst so stille Dambeck mit Leben erfüllt. Der gesamte kurfürstliche Hofstaat mit zahlereichen Gästen bewohnte das Haus. Im Dreißigjährigen Krieg hatte die Propstei Dambeck sehr gelitten. Fast alle seine Dörfer waren verlassen und der Stift wurde mehrmals geplündert. 1644 ging der verwüstete Besitz wieder in die Hände des Landesherrn über, der ein kurfürstliches Amt daraus machte.

Als 1645 die letzte der Stiftsdamen starb, kam Dambeck in den Besitz der Fürstenschule Joachimsthal, zu deren Dotierung die Einkünfte von Dambeck gehörten.


Ihre Nachfolgerin, das Joachimsthalsche Gymnasium in Templin, besaß Amt Dambeck mit dem Ferchauer Forst bis zur Enteignung 1945. Das Amt wurde Volksgut und der Wald dem Forstamt Salzwedel zugelegt. Auch das Kirchengebäude wurde Eigentum des Volksgutes, weil es früher im Grundbuch nicht von den Gebäuden des Amtes getrennt worden war. Dagegen besitzt die Kirchengemeinde alles Inventar der Kirche, weil es sich um kirchliche Stiftungen handelte. Zum Inventar gehören der wertvolle Schnitzaltar, die Orgel, die drei Glocken, die Bronzeleuchter, das Kruzifix, die Kanzel von 1527, Kelch, Taufstein mit Schale und die Turmuhr.


Das Gymnasium hatte bald nach dem Zusammenbruch unrechtmäßigerweise die schöne alte Orgel verkauft und danach sogar noch versucht, die Ersatzorgel, ein wertvolles, altgekauftes Instrument, ebenfalls zu verkaufen, obwohl diese von zwei Kirchenältesten geschenkt worden war. In letzter Stunde konnte dies verhindert werden.

 

Postkarte  Gut Büssen
Postkarte Gut Büssen

Ihre Adressen für Ihren Aufenthalt bei uns in der Altmark

Hartstock Management GbR

Kerstin & Bernd Hartstock

 

Villa Kassuhn

Kassuhn 2

39619 Arendsee

 

Gut Büssen

Büssen 1

29410 Salzwedel

 

Telefonisch sind wir für Sie erreichbar:

Mobil:   0174 1760 171

Büro:    039034-338

oder per Fax: 039034-42385


Email: info@urlaub-in-kassuhn.de

 

Ostseeurlaub

Moin Moin - unser Traumblick an der Ostseeküste ist Wirklichkeit !!
Moin Moin - unser Traumblick an der Ostseeküste ist Wirklichkeit !!

   An der Strandpromenade 25

   23747 Ostseeheilbad Dahme

        in Schleswig - Holstein

 

DTV Klassifizierung
DTV Klassifizierung

Bis zum Frühjahr 2017 sind wir klassifiziert, danach werden wir keine Klassifizierung mehr vornehmen für unsere Ferienwohnungen, jedoch immer den gehobenen Standard halten, den Sie gewohnt sind!