Die Geschichte von Kassuhn

Der ursprüngliche Name lautete wahrscheinlich "Kazin", das ist wendisch und bedeutet soviel wie "befestigter Lagerplatz", eine Burg könnte Sitz eines wendischen Fürsten gewesen sein.


Das Gebiet der altmärkischen Slawen wurde um 809 unter Karl dem Großen erobert und ging als Nordmark in das Reich ein.

 

Urkundliche Ersterwähnung

Am 24. August 956 schenkte Kaiser Otto der Große der Abtei Quedlinburg sechs Orte in der Mark Lipani (Altmark). Darunter befand sich Kassuhn mit der Namensform Kazina.

 

Die kleine Feldsteinkirche, in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut, ist mit frühgotischem großen Taufstein und barocker, stimmungsvoller Innenausstattung hergerichtet. In der Barockzeit, Anfang des 19. Jahrhunderts, wurde an dem Glockengiebel ein Fachwerkturm gebaut.

 

1375 hat das Dorf zwölf Hufen, zwei Drittel davon gehörten dem Grafen von Jeetze mit dem höchsten Gericht, ein Drittel denen von Schulenburg.

 

1539 erfolgte die evangelisch-lutherische Reformation.


1608 war "Cossuen" ein Dorf mit 13 Hüfnern und 5 Coßaten.

 

1618-1648 Dreißigjähriger Krieg: Im Jahr 1642 haben sich die Einwohner Kassuhns in den Kalbischen Werder nach Jeetze zurückgezogen.


1813 gehörte Kassuhn zum Königreich Westfalen und der Regent Jérome war ein Bruder Napoleons.

 

Einwohnerzahlen

1848:   58 Einwohner

1910:   44 Einwohner

1956:   60 Einwohner (1000-Jahr-Feier)

2006:   45 Einwohner

 

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist heute der Haupterwerbszweig des Dorfes.


Vor 1960 bewirtschafteteten sechs Einzelbauern 250 ha landwirtschaftliche Nutzfläche und 2006 gibt es nur noch vier Familienbetriebe, die aber eine Fläche von über 1.700 ha bewirtschaften.